Ende des 19. Jahrhunderts erwies sich die Unterteiling der Bahnanlagen in mehrere Kopfbahnhöfe in Altona und Hamburg nicht mehr zeitgemäß und es wurde überlegt durch den Bau eines Zentralbahnhofs Ordnung zu schaffen.

Der Hannoversche, der Berliner-, der Klosterthor- und der Lübecker Bahnhof sollten durch einen von Preußen zu erbauenden Hauptbahnhof ersetzt werden. Dieser Hauptbahnhof sollte alle Strecken verbinden und in der Nähe des alten Klosterthorbahnhofs zwischen Glockengießerwall und Kirchenallee errichtet werden.

Daraufhin wurden um die Jahrhundertwende sämtliche bestehende Bahnhöfe und Streckenführungen umgebaut. Als Ersatz für den Berliner Bahnhof wurde der Bahnhof Lippelstraße am Schleusenkanal 1903 in Betrieb genommen und bis zur Fertigstellung des Hauptbahnhofs bis 1906 genutzt.

Im Jahre 1900 gewannen die Architekten Heinrich Reinhardt und Georg Süßenguth, sowie der Bauinspektor Ernst Möller den Wettbewerb zur Gestaltung des Hamburger Hauptbahnhofs. Kaiser Wilhelm II hatte der erste Entwurf nicht geffallen („Einfach scheußlich“, meinte er damals), so dass dieser nochmal überarbeitet werden musste.

Der überarbeitete Plan orientierte sich mehr an der Fassade des Hamburger Rathauses. Ein monumentales Bauwerk sollte es sein, dessen Bahnsteighalle eine riesige Spannweite aufwies. 73 Meter Spannweite, 150 Meter lang und 114 Meter breit und bis zu 37 Meter Höhe.

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Bau des Hamburger Hauptbahnhofs – Bauphase