Uhrenturm Ostseite Hamburg Hauptbahnhof

Uhrenturm Ostseite Hamburg Hauptbahnhof.

Erst 1902 konnte mit den Arbeiten am neuen Hauptbahnhof begonnen werden. Am Bauplatz wurden um die Jahrhundertwende alte Grabstätten entdeckt, die zum Ohlsdorfer Friedhof verlegt werden mussten.

Rund 6 Meter tief wurde die Erde für die geplanten Gleise und 12 Bahnsteige abgetragen. Die außenordentliche Bauweise des Empfangsgebäudes übder den tiefer liegenden Bahnsteigen ergab sich von selbst, da diese im ehemaligen Wallgraben der Hamburger Stadtmauer lagen. Somit wurde das Empfangsgebäude quer mit einer Brücke durch die Bahnsteighalle an die Nordseite gebaut.

Die 12 Bahnsteiggleise wurden durch eine riesige Bahnhofsalle überdacht, deren Konstruktion fast ausschließlich aus Eisen bestand und dem Gebäude sein einzigartiges Gepräge verlieh. Am Südende erhielt die Halle einen Steg als Durchgangsbrücke zur Innenstadt mit Treppenzugängen zu den Bahngleisen. In diesem Bereich hatten sich schon damals zahlreiche Geschäfte angesiedelt.

Unter dem Südsteg wurde ein Tunnel gegraben, der als Übergang zurUntergrundbahn (U-Bahn) dienen sollte. An beiden Bahnhofsausgängen entstanden 45 Meter hohe Uhrentürme, die das Gebäude zieren sollten.

Nach 4 Jahren Bauzeit wurde der Hamburger Hauptbahnhof schließlich am 6. Dezember 1906 eröffnet und der erste Zug konnte einfahren.

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